Krebs vorbeugen: Wie viel haben wir selbst in der Hand? – mit Krebsforscherin Dr. Hanna Heikenwälder
Shownotes
Krebs entsteht durch genetische Veränderungen, von denen viele zufällig auftreten. Jedoch beeinflussen auch Bewegung, Ernährung, Rauchen und Alkohol das Krebsrisiko stärker, als uns häufig bewusst ist.
In dieser Folge von „Ist das noch gesund?“ spricht Krebsforscherin Dr. Hanna Heikenwälder mit Dr. Yael Adler darüber, wie Krebs entsteht und was wir selbst zur Prävention beitragen können. Sie erklärt, warum Sport die körpereigenen Schutzmechanismen unterstützt und wie kleine, realistische Veränderungen im Lebensstil über viele Jahre eine große Wirkung entfalten können. Außerdem geht es um neue Perspektiven der personalisierten Medizin.
Im Gespräch geht es außerdem um diese Fragen:
- Welche Rolle spielen Gene, Zufall und Lebensstil bei der Entstehung von Krebs?
- Wie unterstützt Bewegung das Immunsystem und den Stoffwechsel?
- Welche Veränderungen im Alltag können das Krebsrisiko langfristig beeinflussen?
Weitere Informationen der Techniker zum Thema gibt es hier
Transkript anzeigen
00:00:00: Nur etwa fünf bis zehn Prozent der Krebserkrankungen gehen auf eine angeborene familiäre Veranlagung zurück.
00:00:06: Neunzig bis ninety-fünf Prozent aller Krebserkrankungen entstehen durch genetische Veränderungen, die wir erst im Laufe unseres Lebens erwerben und da spielt natürlich der Zufall eine große Rolle weil einfach wir jeden Tag viele Mutationen haben.
00:00:22: Aber es spielt eben auch eine Rolle, wie angenehm mache ich diesen Zellen in meinem Körper oder beschleunige ich den Prozess zusätzlich?
00:00:36: Hallo und herzlich willkommen zu Ist das noch gesund?
00:00:39: dem Podcast der Techniker.
00:00:40: Ich bin Dr.
00:00:41: Yael Adler, Ärztin mit eigener Praxis in Berlin und heute sprechen wir über eine Diagnose die bei vielen große Angst auslöst – Krebs!
00:00:49: Er ist schonungslos und nahezu jeder fühlt sich ihm gegenüber machtlos.
00:00:53: Es wirkt wie etwas, das einen trifft oder eben nicht – Schicksal!
00:00:57: Aber was wenn das nur die halbe Wahrheit ist?
00:01:00: Die Forschung zeigt unser Lebensstil spielt eine größere Rolle als viele Denken.
00:01:04: Und Bewegung ist dabei einer der stärksten Faktoren und gleichzeitig ganz schön unterschätzt.
00:01:10: Was kann Sport wirklich leisten?
00:01:13: Wo sind die Grenzen?
00:01:14: Wie viel haben wir generell selbst in der Hand?
00:01:17: Darüber spreche ich heute mit Dr.
00:01:19: Hannah Heikenwälder, sie ist Molekularbiologin, Krebsforscherin und Autorin populär wissenschaftlicher Bücher.
00:01:25: Sie arbeitet am Universitätsklinikum Tübingen an der Einführung Personalisierter Krebstherapie.
00:01:32: Schön dass du da bist, liebe Hannah!
00:01:34: Wir duzen uns weil wir uns kennen?
00:01:36: Vielen Dank für deine Zeit und ich bin gespannt was du uns heute alles erklärt.
00:01:39: Vielen dank für die Einladung.
00:01:41: Wenn Leute das Wort Krebs hören dann kriegen alle Angst dabei.
00:01:44: es ist ja nur ein Überbegriff, wie sollen wir uns positionieren?
00:01:48: Wie sollen wir diesen Begriff dieser Krankheit uns gegenüber fühlen.
00:01:53: Es gibt Umfragen die haben immer wieder gezeigt dass Krebs die Krankheit ist vor der Menschen am meisten Angst haben.
00:02:00: also wenn man das sagen darf von allen Krankheiten dann es ist oft Krebs.
00:02:04: Und ich glaube, der Unterschied von Krebs zur anderen Erkrankung an dem man ja auch sterben kann ist dass wir bei Krebs auch die Therapie heute noch so sehr fürchten.
00:02:12: Also man hat auch vor Chemotherapie Angst vor Bestrahlung weil die Nebenwirkungen einfach unglaublich stark sind.
00:02:18: Und gleichzeitig ist es bei Krebs oft noch so ein Lotteriespiel, weil man ja gar nicht weiß, ob die Therapie wirklich wirkt.
00:02:26: Also das ist ja einen Durchtest in verschiedener Therapien.
00:02:29: Man hat trotzdem die Nebenwirkung und das funktioniert nicht.
00:02:31: Es gibt mehrere Gründe, warum dieser Grund sich vor Krebs zu fürchten, in Zukunft immer weniger gerechtfertigt sein wird.
00:02:39: Das eine ist dass wir immer mehr sehen, dass wir durchaus ein Handlungsspielraum haben also dass es uns gar nicht so plötzlich trifft wie man oft meint.
00:02:48: Grund ist, dass die Therapien immer besser und gezielter werden.
00:02:51: Und dadurch auch diese Behandlung von Krebs hoffentlich möglichst bald ihren Schrecken immer mehr verlieren wird.
00:02:57: Krebs
00:02:58: als Überbegriff weil alles Mögliche kann ja entarten es kann schlimmer und weniger schlimm sein.
00:03:02: wie entsteht Krebs überhaupt?
00:03:03: Das ist eigentlich das Wichtigste was wir so in den letzten das Krebs eigentlich wie alle großen Zivilisationskrankheiten, also auch wieder der Verlust der Nervenzellen im Alter.
00:03:19: lange Zeit in unserem Körper abläuft.
00:03:21: und es ist auch nicht so, wir haben immer dieses Bild von Krebs.
00:03:24: Wir haben irgendwie eine Mutation oder wir machen irgendwas Giftiges dann mutierten Genen und wir bekommen Krebs.
00:03:30: und Krebs braucht mehr als nur eine Mitation.
00:03:33: also wir brauchen fünf entscheidende genetische Veränderungen und das ist ein Prozess der recht lange dauert denn wir haben den ganzen Tag tausende Mutationen in all unseren Zellen.
00:03:43: Es ist ganz normal und das wird auch eigentlich immer repariert.
00:03:46: Aber je länger wir leben, kann auch mal was schiefgehen.
00:03:50: Und damit wächst das Krebsrisiko im Laufe des Lebens.
00:03:54: Die meisten Menschen erkranken so mit ... Mit acht Jahren haben wir das niedrigste Krebs-Risiko.
00:04:02: Es gibt ja noch diese frühkindlichen Tumore, die sind anders und dann steigt das Risiko im Lauf des Lebens weil sich einfach diese Veränderung ansammeln und ab einem gewissen Alter findet man eigentlich keinen Menschen, der nicht irgendwelche Krebsvorstufen in seinem Körper hat.
00:04:16: Also auch ob das Muttermale sind die man sich hat entfernen lassen, ob das Darmpolypen sind die bei der Darmspiegelung entfernt wurden, ob dass ein Knötchen an der Brust ist was man beobachtet.
00:04:26: Prostatakrebsvorstofen beim Männern sind ab einem gewissen Alter eher die Normen als die Ausnahme.
00:04:31: also es sind alles diese Prozesse und es ist einfach ein Teil unserer Biologie Und gleichzeitig können wir aber in dieser Zeit, wo der Tumor noch nicht bösartig metastasiert und vollständig mutiert ist durch unsere Lebensweise sehr großen Einfluss darauf nehmen wie schnell dieser Prozess abläuft.
00:04:48: Das heißt wenn wir unseren Körper länger jünger halten auch wenn man es nicht immer so sieht dann bräugt man diese Erkrankung die auch was mit dem Alterungsprozess zu tun hat vor
00:04:59: eine Lebensweise die das Krebsrisiko senkt beste Form des Anti-Aging.
00:05:05: Sie verjüngt nicht, aber sie hält Jung und das ein Organsystem.
00:05:10: was man tatsächlich verjungen kann ist das Immunsystem.
00:05:12: also die Alterung des Immun Systems kann man ganz stark durch die Lebensweise beeinflussen und schützt sich dadurch auch vor Krebs, weil das ist auch etwas was noch nicht ganz so im Bewusstsein vieler angekommen ist.
00:05:24: Das Immunsystem schütz uns ja nicht nur von Bakterien oder bekämpft virusinfizierte Zellen sondern eine der Hauptaufgaben des Immun-Systems ist kaputte und krankhafte Zellen in unserem Körper zu erkennen und auszusortieren Und wenn wir unser Immunsystem Schwächen blockieren, werden natürlich auch diese Überwachungsfunktionen auf Krebs zählen.
00:05:46: Irgendwann, das ist dann so in der Mitte des Lebens, überschreiten wir einen Schwellenwert wo das Immun-System nicht mehr hinterherkommt, weil es schwächer wird und dann entwickelt sich in unserem Körper ein Zustand den nennt man Inflamaging Das ist eine Mischung aus Inflammation also Entzündungen und Agingaltern Weil diese Zellen sind nicht ganz unaktiv, also die teilen sich zwar nicht mehr.
00:06:06: Aber sie produzieren Entzündungsstoffe und das ist dann so eine Art Teufelskreis der immer weiter fortschreitet.
00:06:13: Entzündenungen tragen ja zu sehr vielen Krankheiten bei unter anderem auch Krebs.
00:06:17: Du hast jetzt schon gesagt Lebensstil spielt eine Rolle Und die Gene kommen aber auch vor.
00:06:21: wie ist es so prozentual verteilt?
00:06:23: Ist man da so ganz ausgeliefert den Genen gegenüber?
00:06:26: oder Wie muss man sich das vorstellen?
00:06:28: Die genetische Mutation braucht man immer bei Krebs.
00:06:31: Und es ist aber so, dass nur etwa fünf bis zehn Prozent der Krebserkrankungen gehen auf eine angeborene familiäre Veranlagung zurück.
00:06:40: Also nur bei fünf bis zehn Prozent der Krebspatienten findet man zum Beispiel so Mutation wie diese BRAKA-I-II Genmutation im Fall von Brust und Eierstockkrebs.
00:06:49: Es gibt noch viele andere ... Aber neunzig bis fünfundneunzig Prozent!
00:06:53: aller Krebserkrankungen entstehen durch genetische Veränderung, die wir erst im Laufe unseres Lebens erwerben.
00:07:00: Und da spielt natürlich der Zufall eine große Rolle wie ich eben schon gesagt habe weil einfach wir jeden Tag viele Mutationen haben.
00:07:08: aber es spielt eben auch ne Rolle wie angenehm mache ich diesen Zellen in meinem Körper oder beschleunige ich diesem Prozess sogar noch zusätzlich indem ich jahrzehntelang rauche oder jahrzähnete lang in der Sonne liege.
00:07:22: Also all diese Faktoren spielen eine Rolle natürlich
00:07:24: auch.".
00:07:24: Du hast schon gesagt, Rauchen ist natürlich ungünstig?
00:07:26: Ich kann es ja mal erklären vielleicht auch warum.
00:07:28: und was ist noch ungünstiger?
00:07:29: Sonne...
00:07:30: Tabakrauch ist der größte Risikofaktor weltweit.
00:07:33: aber da muss man immer dazu sagen bei uns in westlichen Ländern singt Der Anteil der Raucher, seit vielen Jahren.
00:07:40: Dafür nimmt er übergewichtigen immer weiter zu.
00:07:43: und direkt an Tats zwei.
00:07:44: Neben Tabakrauchen kommt weltweit schon Übergewicht.
00:07:47: das versursacht weltweit etwa zwanzig Prozent der Krebsfälle oder steht in Zusammenhang mit?
00:07:52: Und in den USA sind es vierzig Prozent.
00:07:54: und dann Infektionen sind auch glaube ich ein Posten, der stark unterschätzt ist.
00:07:59: Zwanzig prozent der KreBS Fälle stehen in Zusammenhangen mit Infektionern also zum Beispiel Hepatitis Viren bei Leberkrebs Helicobacter Magen Hormane-Papillomirn, bei Gebärmutterhalskrebs.
00:08:12: Genau und da sage ich immer Gebärmuterheitskrebsimpfung ist eigentlich das falsche Wort weil HPV infiziert alle Schleimhäute Und es verursacht auch Krebserkrankungen im Mund und Rachenraum beim Männern Penis Anal Krebs jede Schleimbaut und Brustkrebs
00:08:28: kann damit in Verbindung sein und manche Hautkrebs sorten Stimmt's?
00:08:31: Auch noch
00:08:32: Ja, weil sie Epithelien sind.
00:08:34: Also HPV ist einfach dieser Begriff Gebärmutter heißt Krebsimpfung hat leider immer so den Touch, dass man meint vielleicht als Mann da hab ich überhaupt nichts mit zu tun und das ist falsch.
00:08:43: Also weltweit spielt HPV eine große Rolle gerade in Südostasien, in Afrika.
00:08:50: Da sterben mehr Frauen an HPV bedingten Krebserkrankungen als Menschen an Leber- und Darmkrebs zusammen.
00:08:59: Wir vergessen das manchmal weil wir die Möglichkeiten dieser Vorsorge haben.
00:09:04: aber deshalb ist es grade auch für Menschen aus einer Zeit geboren wurden, bevor es dieser HPV-Impfung gab.
00:09:10: So wichtig dass man auch diesen HPV Test macht und
00:09:13: deswegen nicht nur die Mädchen impfen sondern auch
00:09:15: die Jungs.
00:09:15: Genau und nach den Infektionen dann kommt Bewegungsmangel und Ernährung.
00:09:19: wenn man Übergewicht, Bewegungsmangel oder schlechte Ernährungen zusammenzählt ist der Posten für das Krebsrisiko so groß wie der des Rauchens und viele Sachen mit denen wir uns in den Medien beschäftigen Umweltgifte, Strahlung.
00:09:35: Die machen tatsächlich weniger als fünf Prozent des modifizierbaren beeinflussbaren Krebsrisikos aus.
00:09:42: Warum?
00:09:43: Weil die meisten Mutationen einfach spontan passieren.
00:09:46: Also diese Risikofaktoren zu meiden macht natürlich auch absolut Sinn.
00:09:50: vor allem wenn man ihnen dauerhaft und in hohen Mengen ausgesetzt ist sind sie gefährlich Aber insgesamt für das Krebsrisiko fallen sie nicht so sehr ins Gewicht, weil die meisten Mutationen eben spontan entstehen und deshalb können eben auch Bio-Käufer, Jogger sogar wild lebende Tiere und eben auch Pflanzenkrebs bekommen.
00:10:11: Weil es einfach ein ganz normaler natürlicher Prozess ist.
00:10:14: Können wir das nochmal ein bisschen vertiefen?
00:10:16: Also warum ist rauchenkrebserregend?
00:10:18: weil Zigarettenrauch etwa sechzig Substanzen enthält, die in der Lage sind DNA direkt zu schädigen und damit erhöhen sie einfach das Risiko dass Krebs entsteht.
00:10:29: Aber um zu wissen warum zum Beispiel Bewegungsmangel krebserregend ist oder übergewicht muss man wissen es gibt zwei Dinge die Krebs machen können.
00:10:36: Es gibt ja zum einen diese Karzinogene die kennen wir alle also alles was DNA kaputt macht.
00:10:41: ich glaube das ist das was die meisten Menschen kennen.
00:10:44: Und dann gibt es diese Krebsförderer oder Tumor Promotoren, die Krebs fördern indem sie nicht die DNA schädigen.
00:10:54: Aber Krebszellen das Überleben und Wachstum in unserem Körper erleichtern.
00:10:58: Das ist zum Beispiel bei der Ernährung, also bei übergewichtigen Menschen so, weil es das Immunsystem schwächt.
00:11:03: Bei Übergewicht hat man eine vorzeitige Alterung des Tümus, weil Fettgewebe in den Tümuss eingelagert wird.
00:11:09: Dass ist dasselbe was mit unserem Tümmus passiert im Laufe des Lebens wenn wir alternen.
00:11:12: Also die Leistungen in der Herstellung von Immunzellen wird schlechter.
00:11:16: Gleichzeitig hat man bei Übergewichts ein Entzündungszustand im Körper.
00:11:21: Man hat oft verändert... einen Stoffwechsel, der Zuckerhaushalt ist gestört.
00:11:26: Stoffwechselstörungen wie Diabetes stehen auch in direkten Zusammenhang mit einem erhöhten Krebsrisiko und bei Bewegungsmangel ist es sehr vielschichtig.
00:11:34: zum Einen hilft natürlich Sport über Gewicht vorzubeugen.
00:11:38: das ist sehr naheliegend.
00:11:40: aber Sport hat noch eine ganze Reihe von Effekten die vor Krebs schützen die unabhängig von der Reduktion des Körpergewichts sind.
00:11:47: Eine ist zum Beispiel dass wenn ich mich bewege Und mein Blutdruck steigt und die Herzfrequenz steigt, dass dann Immunzellen, die normalerweise im lymphatischen Organ sitzen wie dem Knochenmark in den Lymphknoten.
00:12:00: Die werden durch diesen erhöhten Blut druck und den Puls... in den Blutkreislauf mobilisiert.
00:12:06: Also ich vermehre die Menge an Immunzellen im Blut Kreislauf, in meinen Geweben, die Tumorzellen erkennen können.
00:12:13: und das hat man auch gesehen bei Krebspatienten.
00:12:15: wenn sie zehn Minuten Aerobis Training machen also aerob heißt man kann noch atmen und sprechen aber nicht mehr singen Dann ist das ausreichend, um die Menge an NK-Zellen.
00:12:26: Die natürlichen Killerzellen und Teezellen.
00:12:28: Alles Zellen, die Tumorzellen erkennen und bekämpfen können im Blut zu erhöhen.
00:12:33: Das ist der eine Punkt.
00:12:34: Man verbessert diese Überwachung des Immunsystems auf Krebszellen.
00:12:37: Und dann gibt es noch einen ganz anderen interessanten Effekt Wenn ich Sport mache, habe ich ja kleine Verletzungen beispielsweise in der Muskulatur.
00:12:46: Sie verursachen eine Entzündung.
00:12:47: Das merkt man so ein bis drei Tage später als Muskelkater Und während dieser Entzündungsreaktionen produzieren unsere Immunzellen reaktive Sauerstoffverbindungen, also oxidativen Stress.
00:12:59: Und diese oxidative Stress nach dem Training oder während des Trainings führt dazu das in unserem Körper... Antioxidative Gene aktiv werden.
00:13:10: Also der Körper hat eigene Gene, die ihn schützen vor diesem oxidativen Stress.
00:13:14: und man weiß dass wenn man regelmäßig Sport macht das dann diese Gene die uns vor oxidativem Stress schützen dauerhaft aktiv sind.
00:13:22: Und deshalb ist es auch ganz interessant immer wieder in Tierstudien auch gezeigt Das ist wenn man Lebewesen wie Würmern Mäusen fliegen hohen Stress aussetzt Oxidativen Die sterben nicht früher die leben teilweise sogar länger.
00:13:37: Und man weiß auch, dass diese hohe Einnahme von Antioxidantien zum Beispiel hoher Einnahmen von Vitamin C können diese gesundheitlichen Effekte vom Sport auch zu Nichte machen.
00:13:46: Also die kurzen Stressreize sind oft wichtig für den Körper um dauerhaft irgendwelche Reparatur oder Abwehrprogramme zu aktivieren.
00:13:56: also es darf auch mal ein bisschen ungemütlich werden und man darf sich gerne auch mal so ein bisschen stressen beim Sport weil man danach eben dauerhaft bessere Reparatur- und Schutzmechanismen hat.
00:14:05: Und bei der Ernährung, da hast du jetzt gesagt Vitamin C ist doof?
00:14:08: Also die Leute sollen trotzdem weiter Vitamin C essen aber in Form von Lebensmittel und nicht unbedingt als Tablement.
00:14:13: was Nahrungsergänzungsmittel oder nur wenn man einen Mangel hat oder Wann
00:14:16: darf man das essen?
00:14:16: Also Vitamin C is eigentlich jetzt nicht unbedingt schädlich.
00:14:19: Der Körper kann es auch gar nicht speichern.
00:14:20: also gefährlich ist ja immer bei diesen fettlöslichen Vitaminen.
00:14:23: die kann man wirklich überdosieren weil sie ja eingelagert werden und Vitamin C kann man gar nicht unbedingt speicheren.
00:14:29: und es ist vollkommen ausreichend über eine ausgewogene Ernährungen.
00:14:33: sehr wichtig.
00:14:34: und da kann man auch sehr lange darüber reden, welche Küche ist jetzt die beste von Mediterranean bis Okinawa oder Sardinien.
00:14:41: Also es gibt ja viele dieser Blue Zones aber diese
00:14:44: Menschen weltweit lange leben.
00:14:45: Genau!
00:14:46: Aber alle diese Küchen haben ja oft irgendwelche kulturellen regionalen Vorlieben Wenn man sich so ein bisschen von außen betrachtet, sie sind ja sehr ähnlich.
00:14:55: Sie sind oft abwechslungsreich, pflanzenreich.
00:14:59: Proteinen ist hauptsächlich aus Fisch und Geflügel.
00:15:02: Es ist wenig rotes Fleisch Und das ist ja auch genau das, was die WHO zum Schutz vor Krebs sagt.
00:15:08: Hauptsächlich hochverarbeitete Fleischwaren zu meiden, rotes Fleisch nicht so häufig einmal die Woche.
00:15:13: Ich glaube, dreihundert Gramm sagt die WHO maximal... Frauen
00:15:16: und für Männer glaub ich sechshunderd Gramm?
00:15:18: Rotes Fleisch?
00:15:19: Ja!
00:15:19: Und dazu kommt dann einfach dass man ballaststoffreich ist abwechslungsreich versucht möglichst viel selber zu kochen.
00:15:26: denn die industriellen Nahrungsmittel haben auch häufig das Problem, dass sie einfach sehr viele Kalorien enthalten.
00:15:33: das über Essen fördern.
00:15:34: Da ist ja vom Knistern der Verpackung bis zum Duft, sie machen es sehr schwer weniger zu essen also sie fördern und das überessen.
00:15:42: Und was man heute auch weiß, ist neben all diesen Debatten die ja meistens um das Kreisen Was soll ich essen?
00:15:48: Dass wir heute wissen dass die Fragen neben dem Was wie viel Wie oft wann?
00:15:55: Die sind mindestens genauso wichtig.
00:15:56: Also es ist wichtig dass man auch mal Essenspausen einhält auch gerne über Nacht Und einfach die Gesamtmenge der Ernährung hat einfach einen großen Effekt, weil man kann sich auch an gesunden Himmeln eine Fettleber anessen.
00:16:08: Also wenn ich es komplett übertreibe mit gesunden Essen dann kann ich auch Übergewicht entwickeln oder mich krank essen und wenn ich aber wenig esse, teilweise von ungesunden Dingen habe aber ein normales Körpergewicht halt der Essenspausen ein.
00:16:20: also das Maß ist entscheidend, das Timing ist entscheidet Die Menge.
00:16:25: all diese Fragen weiß man heute dass sie auch sehr wichtig sind.
00:16:27: Du hast ja schon gesagt Pflanzen betont und Eiweißreiche kosten vielen Ballaststoffen ist super.
00:16:32: Wie sieht das jetzt nochmal aus?
00:16:33: Mit Zucker, Weißmehl mit Salz und mit Alkohol?
00:16:37: vielleicht kannst du über diese schwierigeren Lebensmittel was sagen.
00:16:39: und was mich auch noch bewegt Wie sieht es aus mit der Milch?
00:16:42: Da gibt's ja auch Forschung gesagt, auch durchaus nicht unproblematisch manchmal.
00:16:45: Genau also Zucker wegzulassen macht vor allem Sinn in weil es einfach sehr einfaches Mittel ist um kalorienzusätzliche Kalorien loszuwerden.
00:16:54: und Es gibt sehr viele große Studien die sich ja mit Zucker befasst haben.
00:16:58: Und was die dann immer messen isst Die Menge an zuckerhaltigen Getränken wie man pro Tag konsumiert Einfach weil das ein sehr guter Messwert ist.
00:17:07: es ist einfach reiner Zucker.
00:17:10: All diese Studien zeigen, dass einfach ein hoher Konsum dieser zuckergesüßten Getränke steht in Zusammenhang mit einem erhöhten Krebsrisiko, Kardiowasculären.
00:17:19: Also Herz-Kreislauferkrankungen, das Risiko ist erhöht sogar neuropsychiatrische Erkrankungen und Depressionen.
00:17:25: Also Karies ist da tatsächlich dann ganz kleiner Posten.
00:17:28: also die Zahngesundheit bei einem hohen Zuckerkonsum.
00:17:32: Mit jedem zuckerhaltigen Getränk, was man täglich regelmäßig konsumiert steigt das allgemeine Krebsrisiko um vier Prozent an.
00:17:40: und diese zuckerhaltigen Getrenke beinhalten auch Fruchtsaft.
00:17:44: Also auch der Fruchtaft gibt ja im Moment diesen Trend dass man dann den Zucker einfach gegen Fructose austauscht Gibt es aber eigentlich keine Daten dafür, dass das unbedingt besser ist?
00:17:55: Auch da ist es eigentlich besser.
00:17:56: Man isst die Frucht als Ganzes weil sie dann durch diese Ballaststoffe... man IST einfach nicht so viel davon als wenn man das dann in Poren Honig oder Fruchtsucker umsetzt.
00:18:06: und auch dieser ganz schlimme ist auch dieser Glucose-Fructose-Sirup.
00:18:10: auf Englisch heißt es High Fructose Corn Sirup.
00:18:13: Da gibt es auch ganz alarmierende Studien.
00:18:15: In Mäusen muss man dazu sagen Nicht Menschen Aber Wenn man denen das ins Trinkwasser gibt dann wachsen die Tumore einfach schneller.
00:18:22: Aber wie gesagt, das sind Maustudien.
00:18:23: aber auch da würde ich einfach nach derzeitigen Wissenstand für mich ist es ausreichend auch das zu meiden.
00:18:29: Salz?
00:18:29: Vielleicht
00:18:30: noch Weißmehl geht auch in die Richtung Zucker weil einfach Glucose ganz schnell freigesetzt wird.
00:18:34: dann würden wir ein Weißmilch als eins nehmen was man bisschen vermindert...
00:18:37: Also Weißmihe steht vor allem im Zusammenhang mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko.
00:18:42: Und das Problem bei Weißmehl ist auch, dass diese Ballaststoffe, die ich in Vollkornprodukten habe.
00:18:47: Die sind ja hauptsächlich auch wichtig also nicht nur für die Darmen-Motilität, dass das Essen da besser durch kommt sondern das ist auch die Nahrung für meine Damenmikroben.
00:18:55: Das muss man auch immer so bedenken.
00:18:58: womit fütter ich die Mikroben mit meinem Darm?
00:19:00: Es ist gut wenn man möglichst viele verschiedene Darmen mikroben hat.
00:19:02: Das weiß man.
00:19:03: Entzündungskrankheiten über Gewicht altern Viele Erkrankungen gehen einfach mit geringerer diversen Darmflore einher.
00:19:10: Also es ist immer gut wenn die möglichst abwechslungsfähig ist.
00:19:14: Genau, eine hohe Atemvielfalt ist da wichtig.
00:19:17: Bei Milch gab es lange Zeit immer wieder widersprüchliche Studien weil die Studien auch oft nicht unterschieden haben zwischen Joghurt, Käse, Vollfettmilch.
00:19:27: und das gibt inzwischen Studien die das Ganze so ein bisschen detaillierter aufgeschlüsselt haben.
00:19:31: Und da hat man gesehen, dass ein geringer Milchkonsum ist nicht bedenklich.
00:19:35: Auch die WHO sagt ja auch das es nicht gefährlich ist und teilweise bei Darmkrebs sieht man sogar positive Ergebnisse.
00:19:41: also kann das Risiko vielleicht sogar senken.
00:19:43: Man hat aber auch gesehen in einigen Studien, Sehr hoher Milchkonsum, gerade von Vollfettmilch.
00:19:49: Also vollen Milch bei gewissen Krebsarten das Risiko erhöhen kann.
00:19:53: Aber das sind dann einfach sehr hohe Mengen.
00:19:55: und was auf jeden Fall unbedenklich ist, sind fermentierte Milchprodukte wie Joghurt oder Käse.
00:20:01: die wurden in keiner Studie mit einem erhöhten Krebsrisiko assoziiert sondern eher gegen also auch positiv.
00:20:07: Also sagen wir mal zwei Hundert Milliliter flüssige Kuhmilch sind okay und darüber eher zurückhalten nicht dreimal am Tag.
00:20:13: Latte Macchiato
00:20:14: Ja, also die genauen Mengen ist immer schwierig.
00:20:16: Weil das sind irgendwelche Meta-Analysen aus verschiedenen Studien und die unterscheiden tatsächlich dann zwischen high und low consumption.
00:20:25: Also die Gruppe mit dem niedrigsten Konsum versus die Grupe mit dem höchsten Konsuum.
00:20:30: Und dass dann immer sehr schwierig daraus dann wirklich irgendwelchen... Also man kann jetzt nicht sagen irgendwie fünfhundert Milliliter sind sicher.
00:20:36: Diese Zahl gibt es nicht so ganz auf Papier aber man sollte einfach Nicht in Übermaßen.
00:20:43: Viele
00:20:44: konsumieren gerne Proteinshakes, Whey-Protein ist da drin.
00:20:47: Da sind sogenannte Muskelwachstumsförderende Aminosorren drin.
00:20:51: Leuzin, Isoleuzin und Valin sehr beliebt im Fitnessbereich, aber haben natürlich auch einen Nachteil dass sie auch andere Dinge wachsen lassen könnten.
00:20:58: Wie siehst du das?
00:20:59: Also ich sehe es als Krebsforscherin tatsächlich kritisch aus mehreren Gründen.
00:21:03: also das erste ist Das wichtigste fürs Muskelwachstum ist erst mal Sport.
00:21:08: Es gibt keine Studie die zeigt dass der Konsum von Proteinen alleine Muskelwachstum anregt.
00:21:12: Der andere Punkt ist der Ich muss das immer ein bisschen erklären weil ich glaube dass das Wissen darüber... das ist gar nicht so bewusst.
00:21:20: Proteine sind eigentlich unser Unerforschtes das Thema, was wir haben.
00:21:24: Wir haben bei Fetten unterscheiden wie die ganzen unterschiedlichen Fettsäuren?
00:21:29: Bei Kohlenhydraten unterscheidet man zwischen Vollkorn und Proteinen, sind wir eigentlich komplett am Anfang weil die Proteine hatten lange Zeit ein durchweg positives Image und man hat gar nicht so genau Unterschiede.
00:21:42: und heute weiß man eigentlich gerade im Zusammenhang mit Stoffwechsel Tumor-Zellstoffwechsel dass diese Aminosäuren unterschiedliche Dinge machen im Körper, diese Branch Chain Amino Assets oder auch viele essenzielle Aminosauren.
00:21:55: Die
00:21:55: Kurzkettingen?
00:21:56: Ja genau und man weiß einfach gar nicht so genau... Heute, wenn man die jetzt übermäßig einnimmt was das macht.
00:22:05: Wir wissen es noch nicht.
00:22:06: und gleichzeitig gibt es inzwischen Studien zum Beispiel neulich eigentlich glaube ich es war im Journal Nature dass bestimmte Aminosäure-Mangeldieten Tumore stark schrumpfen lassen können also nicht alleine immer in Kombination mit einer normalen Therapie Und ich glaube, dass es in der Forschung sehr viel in Zukunft in diese Richtung gehen wird.
00:22:27: Nicht das man jetzt irgendwie durch fasten Therapien ersetzt – das wäre gefährlich!
00:22:31: Aber dass man guckt ob es nicht gewisse Tumore gibt die so eine Angreifbarkeit über die Ernährung haben, die man zusätzlich ausnutzen kann.
00:22:39: und da sind im Moment gewisse Aminosäuren ganz heiße Kandidaten.
00:22:46: Natürlich ist es ganz wichtig, diese essenziellen Aminosoren zu haben.
00:22:49: Denn auch mein Immunsystem braucht diese Aminosäuren und viel besser ist das natürlich, dass ich meinen Bedarf an diesen essenziellem Aminosorendeckel ohne möglicherweise Wachstumsprozesse unnötig anzukurbeln.
00:23:02: Vielleicht noch kurz zum Alkohol was daran krebserigend ist?
00:23:05: Also Alkohol wird in der Leber in karzinogene Stoffe abgebaut,
00:23:10: krebserregende
00:23:11: Stoff und kann auch also die Leberzirrose Fettleber also alles so stufen vorstufen von Lebergrebs begünstigen.
00:23:18: Hochprozentiger Alkohol erhöht auch das Risiko für Krebserkrankungen im Mund- und Rachenraum.
00:23:23: Da wirkt es allerdings nicht als krebserregender DNA schädigender Stoff, sondern als Krebsförderer, weil es die obersten Zellschichten beschädigt und die müssen dann repariert werden.
00:23:33: Das erhöht die Teilungsrate.
00:23:34: Und dass ist gerade für Raucher sehr gefährlich.
00:23:36: also man weiß, dass Raucher, die zusätzlich hochprozentigen Schnaps trinken regelmäßig haben ein hundertfach höheres Risiko.
00:23:47: Da kommt wieder dieser Unterschied krebserregend und krebesfördernd ins Spiel.
00:23:52: Und ein ganz wichtiger Punkt bei Alkohol ist, dass Alkohl auch ein großer Risikofaktor für Brustkrebs ist.
00:23:59: Weil dieses Enzymen was Alkuhol in krebserregende Verbindung abbaut in der Leber das kommt auch noch in einem anderen Gewebe vor.
00:24:06: Das ist das Gewebel der Brust.
00:24:07: also diese Alkhohltihydrogenase kommt auch in den Brust vor.
00:24:10: Wenn man Alkhuhl trinkt dann wird er in der Brut zu Krebserringenden Stoffen abgebaut.
00:24:15: Das ist schön, dass du das noch mal so klar sagst.
00:24:17: Und Frauen sollen ja sowieso wenn sie trinken viel weniger vertragen als Männer weil ihre Entgiftungsfähigkeit auch schwächer ist.
00:24:24: also wichtige Warnung Wir kommen jetzt nochmal zum persönlichen Krebsrisiko, dass jeder hat, dass man vielleicht vorher gar nicht so erkennen kann Wo aber der Lebensstil eine große Rolle spielt?
00:24:34: Jetzt gibt es Menschen, die laufen Marathon.
00:24:36: Die essen vegan und die rauchen nicht.
00:24:38: Und dann kriegen sie trotzdem Krebs!
00:24:39: Was ist da der Grund?
00:24:41: Der Grund ist dass es eben jeder bekommen kann weil diese Mutation hauptsächlich spontan auftreten.
00:24:47: und das ist auch etwas was ich dann ganz oft gefragt werde irgendwie auf Instagram dass dann jemand sagt Aber Ich habe doch Sport gemacht und ich hab nie geraucht Warum habe ich es dann trotzdem bekommen?
00:24:59: Und dann leigt man ja immer dazu zu sagen, die ganze Prävention ist doch Mist.
00:25:03: Weil's bringt ja nichts!
00:25:04: Aber auch da muss man sagen... Die Frage ist ja nicht das Ob, weil dieser Prozess läuft in jedem ab.
00:25:09: Die Frage, die man sich dann stellen muss, ist immer das Wann und was man sich gerade in der Situation als junger Krebspatient stellen muss ist, hätte ich geraucht Hätte ich übergewichtig gewesen, hätte ich viel Alkohol getrinken.
00:25:21: Wäre ich vielleicht fünf Jahre früher erkrankt?
00:25:24: Also man hat ja nicht die Kontrolle für diesen Fall hat man ja nicht.
00:25:27: Man kann es ja nicht proschalisieren und man muss auch immer sagen Es gibt ja auch.
00:25:31: man sagt Fünfzig Prozent der Krebsfälle wären verhinderbar wenn man all das umsetzen würde was man heute schon weiß.
00:25:37: Das heißt aber nicht dass Der Krebsfall ist vermeidbar, der nicht.
00:25:42: Da stimmt nicht!
00:25:43: Weil jede Krebserkrankung hat ja immer beides.
00:25:46: Jede Krebserkrankungen hat immer die zufällige Komponente in diese Mutationen, die ich nicht beeinflussen kann und diese Beeinflussbarkeit.
00:25:53: wie schnell läuft das ab?
00:25:54: Schaff' ich es noch hinauszuzögern bis sich dann ein Altersschwächer oder etwas anderem sterbe?
00:25:59: Und man weiß ja heute sogar dass selbst bei genetischen vererbten Krebsformen wie dieser Baraka ins zwei Mutation Der Lebensstil darüber entscheidet, wie früh man erkrankt.
00:26:12: Also man muss sich sogar bei einem familiären Risiko... Man hat immer noch ein hohes Risiko aber man muss nicht ganz kampflos sich diesem Risiko ergeben!
00:26:20: Das ist ja diese Mutation die die Angelina Jolie auch
00:26:22: hat
00:26:23: ne?
00:26:23: Die hat sicher Brüste und Eierstöcke entfernt lassen so viel ich weiß damit sie dort kein Krebs bekommt.
00:26:29: Ihre Mutter ist ja auch schon daran gestorben.
00:26:31: Daher kennt es die Öffentlichkeit, eine BRCA-Brakagelotation.
00:26:34: Braka steht für breast cancer und das betrifft ein DNA Reparaturenzümen und das ist auch wieder ganz interessant weil diesen Defekt haben die Trägerinnen in jeder Körperzelle Und trotzdem führt er hauptsächlich in Brust- und Eierstockgeweben zu Krebs.
00:26:49: Das ist natürlich interessant, weil da kommt noch dieser wachstumsfördernde Effekt im Körper der Frau das ganze Leben des Oestrogens hinzu.
00:26:58: Noch mal kurz zur Zusammenfassung.
00:27:00: also welche Krebsorten sind so ein bisschen eher vermeidbar?
00:27:03: Da hast du schon gesagt Hautkrebs wenn man die Sonne reduziert.
00:27:06: ich als Hautinärztin hab da genau hingehört.
00:27:08: Du hast gesagt Brustkrebs.
00:27:10: Wenn man Alkohol reduziert kann man es ein bisschen senkendes Risiko.
00:27:13: Darmkrebs, Leberkrebs Prostatakrebs Lungenkrebs also eigentlich Alts...
00:27:18: Lungen Krebs durch Rauchen, Darm Krebs, ein bisschen fermentierte Milchprodukte mehr essen und ein bisschen mehr Ballaststoffe
00:27:24: merken?
00:27:24: Sport, darm.
00:27:25: KreBS ist eine der Krebserkrankungen die sehr stark auch durch Übergewicht- und Bewegungsmangel begünstigt werden.
00:27:32: Die positive Nachrichts ist eigentlich dass viele dieser häufigen Krebsarten die auch die meisten Todesfälle ausmachen sehr stark auf unsere Lebensweise reagieren.
00:27:41: Eine Ausnahme sind Eigentlich vor allem diese kindlichen Tumoren, also Gehirntumore, Blutkrebs im Baby- und Kindesalter.
00:27:48: Und das liegt aber einfach daran... Die haben ja auch ganz andere Krebsarten.
00:27:52: Die kriegen ja nicht irgendwie Darmkrebs oder Brustkrebs sondern die bekommen ja vor allem im Gehirn Krebs und der Grund ist, dass die Nervenzellen in diesen ersten Lebensmonaten ihr stärkstes Wachstumspotenzial haben.
00:28:04: Also wir haben ja mit zwei Jahren die meisten Nerven zählen und danach schrumpft diese Anzahl das ganze Leben.
00:28:09: Und wenn dann in diesem unglaublich starken Wachs- tumsmilieu eines sich entwickelnden kindlichen Organismus ein Fehler auftritt, dann sind diese starken wachstumsfaktoren, die von außen auf die nervenzellentwirken ausreichend das Krebs entsteht.
00:28:23: Da gibt es auch dieses ganz... Bekannter oder eindrucksvolle Beispiel von diesem Retinoblastom, das ist ein Augenkrebs.
00:28:31: Ein Tumor der Netzhaut durch einen Risiko gehen und wenn Kinder dieses Gen tragen dann können sie in den ersten fünf Jahren an einem Augenkreb erkranken also so eine Netzhau-Tumor entwickeln.
00:28:42: Wenn Sie nicht in dieser Zeit erkranken Erkranken Sie im gesamten Leben nicht mehr weil dann die Netzhout ausgereift ist.
00:28:48: Und selbst wenn sie diesen Reparaturdefekt ihr ganzes Leben tragen Ist diese genetische Mutation ohne die Wachstumsfaktoren von außen komplett machtlos.
00:28:57: Und das ist eigentlich der Beweis, also man sagt immer bei Kindern, die haben ja nichts falsch gemacht und kriegen Krebs.
00:29:02: aber gerade diese kindlichen Tumoren sind eigentlich das stärkste Beispiel dass wir haben wie sehr diese wachstumfördernden Faktoren vom Außen darüber entscheiden ob Krebs entsteht oder nicht?
00:29:12: Sport!
00:29:13: Es gibt Sport, der für die Ausdauer mehr ist anderer fürs Gleichgewicht und wiederum anderer fürs Muskelwachstum.
00:29:22: Kannst du uns nochmal den Einfluss von Sport und diesen Untersorten von Sport auf die Tumorabwehr, auf die Gesundheit erklären.
00:29:30: Ja also allgemein sagt man ja, man soll beides machen Ausdauer-und Krafttraining weil das einfach wichtig ist im Laufe des Lebens auch für die Stabilität.
00:29:39: es vermindert die Sturzgefahr Es ist gut fürs Gehirn im Zusammenhang mit Krebs aber es ist tatsächlich so dass jede Bewegung besser als sitzen.
00:29:48: Man sagt ja auch, sitzen ist das neue Rauchen.
00:29:51: Dadurch dass ich vor allem diese Überwachung des Immunsystems auf Krebszellen verbessern möchte und dadurch den Stoffwechsel verbessern will... Ist es eigentlich vollkommen egal, ob es Gartenarbeit ist oder Spazierengehen oder Tanzen.
00:30:04: Und ich glaube auch, dass das sehr wichtig ist, dass man etwas findet was einem Spaß macht weil gerade bei so Prozessen die eben lange dauern und das sind eben die meisten Zivilisationskrankheiten ist es wichtig, dass sich das auch ein Leben lang oder viele Jahrzehnte mache.
00:30:18: und alles was mir natürlich Spaß bringt und was einen Maß hat, dass es mir gut tut und dass ich es in den Alltag integrieren kann, hat natürlich viel mehr Erfolg das Leben praktiziere.
00:30:31: Eine Komponente, die noch aber auch wichtig ist bei der Muskulatur.
00:30:36: wenn ich Krafttraining mache und meine Muskulature betätige dann verbessere ich dadurch auch mein Blutzucker und meinen Stoffwechseln weil wenn nicht eine stark unterentwickelte Muskulatur habe oder so wie es im Alter ist dass die Muskulatur schrumpft dann wird der Zucker aus der Nahrung weniger effizient in der Muskulatur aufgenommen und verbrannt.
00:30:55: Das heißt dieser Zucker bleibt viel länger im Blutkreislauf, geht dann auch in Organe wo er vielleicht gar nicht hin soll wie in die Leber.
00:31:03: Und da ist einfach Sport auch nochmal, also nicht nur das, weil ich Kalorien verbrenne.
00:31:08: Sondern er verbessert auch wirklich diesen Stoffwechsel den Blutzucker.
00:31:12: und ja... Es
00:31:13: gibt ja diese botenstoffe aus dem Muskel die Myokine.
00:31:16: Die sollen ja auch mit der Darmflora reden.
00:31:18: Ja.
00:31:18: Machen sie
00:31:19: auch was gegen Krebs und für unser Immunsystem?
00:31:22: Das wird alles erforscht.
00:31:23: aber es ist so dass Sport zu so vielen Veränderungen im Körper führt, dass es immer sehr schwierig ist dann zu sagen, das war jetzt nur die eine Substanz.
00:31:32: wenn wir eines Tages eine Substanz haben, mit der wir Sport nachahmen können.
00:31:36: Aber ich bezweifle ein bisschen, dass das funktioniert weil Sport unseren Körper ja in so vielfältiger Weise verändert.
00:31:42: also es geht ja von einer Erhöhung der Knochendichte die Lungenkapazitäten des Herzes werden so viele verschieben mental und man weiß auch heute Sportschütz vor thirty fünf chronischen Krankheiten.
00:31:56: Und insofern ist Sport eigentlich, wenn man in der Medizin sagt ja für Medikamente die so viel können.
00:32:02: Man nennt das ein Blockbuster und wenn Sport ein Medikament wäre dann eigentlich so ein Blockbuster, den man
00:32:08: gegen
00:32:08: soviel einsetzen kann mit langlebigkeit.
00:32:12: Wenn man jetzt aber nur so zehn Minuten Zeit hätte am Tag, das lohnt sich doch gar nicht oder?
00:32:15: Doch!
00:32:17: Also alles ist ja besser als nichts und ich kenne ja auch das Problem, dass man oft sagt Ich habe jetzt aber keine Zeit für eine Stunde entspannten Sport und Duschen und alles.
00:32:25: Dass man diese Übungen einfach in den Alltag integriert wenn man mal müde ist und ein paar Sit-ups macht die Treppen hoch läuft.
00:32:32: also ich glaube wenn man das so im Hinterkopf behält kann man das schon sehr gut über den Tag verteilt einbauen und man darf sich dann auch nicht entmutigen lassen, weil man meint ja ach ich schaffe das einfach nicht so viel weniger zu essen wie ich will.
00:32:44: Ich glaube wir scheitern hier oft an dem was wir uns selber vornehmen.
00:32:47: Weil wir sagen dann ich trink nie wieder Alkohol und ich esse nie wieder ein Stück Zucker und dann klappt es nach einer Woche nicht und dann lassen wir's ganz!
00:32:53: Und dass ist schade, weil jede kleinste Änderung kann ja über viele Jahrzehnte großen Effekt haben.
00:33:00: und gerade beim Krebsrisiko, da gibt es ja so viel was ich machen kann.
00:33:04: Ich kann auf Sonnenschutz achten, ich kann versuchen rotes Fleisch wegzulassen, selber zu kochen oder mich mehr zu bewegen, regelmäßigere Schlafzeiten einzuhalten, Essenspausen einhalten, besseren Umgang mit Stress lernen, dass er mich nicht krank macht und zur Vorsorge gehen und all diese Faktoren zusammen.
00:33:21: aber über ein Leben gerechnet leisten einen sehr großen Beitrag.
00:33:25: Aber wenn jetzt so jemand neunzig ist, der muss jetzt das lohnt sich dann auch nicht mehr da anzusetzen?
00:33:29: Doch!
00:33:30: Also es gibt tatsächlich sogar beim Rauchendaten selbst, wenn man mit Achtzig aufhört zu rauchen dass das dann noch die Sterblichkeit reduziert.
00:33:38: Verrückt also sehr motivierend auf der anderen Seite welche Bewegungsformen ist also jetzt das beste um Krebs vorzubeugen?
00:33:44: und vielleicht dann aber auch wenn jemand schon mal diese Diagnose hatte was kann man da noch tun?
00:33:48: Also zum Vorbeugen Gier der Bewegung.
00:33:51: die einem gut tut, sollte man machen.
00:33:54: Wenn man schon Krebs hat ist es natürlich so, dass man immer gucken muss unter welchen... Ist man gerade in der Therapie, unter welchem Problem leidet man noch?
00:34:01: Man sollte sich dann auch nicht übermäßig stressen das wenn's einem Rad richtig schlecht geht und man liegt das man dann meint okay weil ich jetzt nicht um den Blockrenne leide ich.
00:34:10: aber man weiß, dass Patienten bei fortgeschrittenen Tumoren, das weiß man beim Darmkrebs zum Beispiel, das sogar bei fortgestrittenem Darmkrebs gestufen werden die Patienten regelmäßig Sport machen.
00:34:21: Moderatensport, kein Hochleistungssport.
00:34:23: dass das die Rückfallquote reduziert, die Sterberisiko senkt also auch das ist schon gezeigt.
00:34:30: man wusste ja lange dass der sport vor Krebs schützt aber das hat tatsächlich auch wenn man schon Krebs hat so einen großen effekt hat.
00:34:37: das weiß man jetzt auch.
00:34:38: aber da muss man auch immer sagen es hängt immer davon an wie weit ist der tumor was ist es für ein tumor?
00:34:43: und da laufen im moment sehr viele klinische Studien die sich das genau angucken.
00:34:46: welche Patienten profitieren davon am meisten?
00:34:49: vielleicht nicht so oder gar nicht.
00:34:52: Ein Bekannter hat eine Chemotherapie gehabt und wurde von seinem Partner dann immer gezwungen, auch wo es ihm echt nicht gut ging – so eine Runde um den Block!
00:35:01: Und tatsächlich hat er gesagt die Nebenwirkung sind dann viel weniger gewesen.
00:35:04: also...
00:35:07: Also das muss man einfach ausprobieren dass es oder mit dem Arzt idealerweise auch absprechen wenn man gerade in einer Therapie ist.
00:35:14: Also der Ratschlag du musst dich schonen?
00:35:16: Ist
00:35:16: überholt?!
00:35:17: Ja
00:35:18: Kannst du jeden von uns motivieren?
00:35:21: Wie fängt man an, wenn man noch keine Sportroutine hat.
00:35:24: Wenn man überhaupt noch keine Routine hat ... Ich laufe am liebsten.
00:35:31: Bevor ich laufen gehe, trinke ich einen Kaffee.
00:35:33: Das gibt einem so einen richtigen Anstoß.
00:35:35: Man fühlt sich wacher und sollte sich seine Lieblingsmusik mitnehmen.
00:35:39: Ich höre wahnsinnig gerne Musik beim Laufen Und ich sage dann immer, das ist so ein bisschen wie Tanzen gehen.
00:35:45: Weil man dann dabei vor sich hinschräumt... Ich habe oft sehr gute Ideen dabei.
00:35:50: also oft wenn man am Schreibtisch sitzt und es geht nicht voran und dann gehe ich laufen und dabei platzen so viele Knoten dass sie dann ständig stehen bleiben muss und mir irgendwelche Sachen dikt hier und dann setze ich mich danach an den Schreibtischen und alles funktioniert wieder.
00:36:04: Es kann sein, dass man am Anfang ein bisschen Schwierigkeiten damit hat.
00:36:07: Weil man noch nicht weiß wie gut es einem danach geht.
00:36:10: aber ich glaube wenn man das ein paar mal gemacht hat dann merkt man auch direkt wie gut ist einem tut.
00:36:15: und das ist auch immer... Es gibt ja viele die sagen warum soll ich mich jetzt das ganze Leben quälen mit Sport und Fasten nur damit ich dann mit dreiundachtzig noch eins zwei Jahre länger lebe?
00:36:25: Und ich glaub diese Sichtweise ist auch falsch weil wenn ich auf meinen Körper achtgebe sport mache mich gut ernähre dann geht's mir ja nicht also erst mit drehen achten besser, sondern ich bin fest überzeugt man profitiert direkt davon und es geht einem sofort besser.
00:36:38: Kommen wir zum TK-Mythencheck.
00:36:40: kurze Antwort immer Mythos Nummer eins Zucker füttert Tumor Zellen an
00:36:46: Kann man so nicht direkt sagen.
00:36:48: Man muss keine Angst haben, wenn man aus Versehen ein Stück Kuchen in den Mund bekommt weil Zucker ja eben nicht krebserregend ist.
00:36:55: Wenn man aber sehr hohe Zuckermengen über viele Jahre einen nimmt dann kann es dazu beitragen Krebs fördern eine Stoffwechselstörung und Übergewicht zu verursachen.
00:37:03: Mythos Nummer zwei So richtig krasse Superfoods senken das Krebsrisiko.
00:37:08: Nein!
00:37:09: Es gibt kein Nahrungsmittel alleine was das Krebesrisiko senken kann.
00:37:13: Mythos
00:37:13: Nummer drei.
00:37:15: Alltagsbewegung ist zu wenig, aber richtiger Sport ist ein toller Vorbeuger für Krebs.
00:37:20: Nein auch Alltagbewegungen kann ein effektiver Schutz sein.
00:37:24: Händiestrahlung und auch Deos können krebserigend sein?
00:37:28: Nein für Händestrahlung gibt es keine Daten.
00:37:31: die Deos sind das auch nicht.
00:37:32: Das Aluminium kann höchstens Nervenzellen schädigen wenn sie nieren krank sind.
00:37:36: normalerweise wird das Aluminum über den Urin ausgeschieden Und sogar bei nierenkranken Menschen, so wie die eine neue Nierer haben wird das alles ausgeschieden.
00:37:45: Über den Deo sind die Mengen sowieso viel zu gering um irgendwelche Schäden zu verursachen Denn die Haut ist ja eigentlich auch eine sehr gute Barriere was verhindert dass so etwas aufgenommen werden kann.
00:37:55: Das deutsche Krebsforschungszentrum sagt ganz klar man sollte gute Vitamin D-Spiegel haben weil das kann einen großen Prozentsatz an Krebserkrankungen vermeiden reduzieren.
00:38:03: Stimmt das?
00:38:04: Wenn Ja soll jeder Vitamin D nehmen und wieviel?
00:38:07: Die Einnahme von Vitamin D täglich kann das Risiko an Krebs zu sterben, bei Krebspatienten reduzieren.
00:38:13: Das ist gezeigt, wenn man schon Krebs hat dann senkt ein guter Vitamin D-Spiegel das Risiko zu sterben.
00:38:19: die Studien ob es auch präventiv schützt also ob es das risiko senkt an Krebs zu erkranken die gibt es so eindeutig nicht.
00:38:26: wir sehen ja in der Praxis dass das Immunsystem auf jeden Fall unterstützt was uns beigebracht.
00:38:30: das Immunsystem spielt nicht nur bei der Bekämpfung von Viren und Bakterien eine Rolle sondern auch bei der Krebsbekämpfun.
00:38:35: Also schadet es nichts auf sein Vitamin D Spiegel zu achten sowieso auch wegen der Osteoporose.
00:38:40: Die
00:38:41: Dosis ist also so ein ganz guter Richtwert.
00:38:43: Also man sagt, dass so achthundert internationale Einheiten pro Tag sind.
00:38:47: auf jeden Fall sicher das ist recht niedrig.
00:38:49: ich glaube die absolute Obergrenze für die tägliche Einnahme liegt bei viertausend internationalen Einheiten.
00:38:55: Das ist auch die Dosis, die ich nehme.
00:38:57: aber ich kontrolliere auch mein Vitamin-D Spiegel und
00:39:00: am besten einfach dann auch nachmessen lassen.
00:39:01: da gibt es ja Referenzbereiche
00:39:03: Genau!
00:39:03: Ich würde es auf jeden fall kontrollieren lassen im Blutbild Dann ist man auf der sicheren Seite.
00:39:09: Du bist ja ganz nah an der Forschung dran.
00:39:10: Was sind so die krassesten, überraschendsten Erkenntnisse, die du im Rahmen deiner Arbeit bekommen hast?
00:39:16: Also was ich sehr interessant fand ist dass sich die Art zu forschen so stark verändert hat in den letzten Jahren durch die KI.
00:39:23: man hat ja früher so geforscht.
00:39:24: hier ist ein Protein und ich möchte jetzt wissen was das macht.
00:39:27: oder wie wird das genetisch reguliert?
00:39:30: und mach das Krebs kann nicht behandeln.
00:39:33: Jetzt durch diese Entwicklung mit der KI und dem Maschinenlearning ist der Ansatz ein ganz anderer geworden.
00:39:39: Und zwar ist es so, dass man heute sagt ich messen Blutbild oder Proteomics, ich gucke mir alle Proteine im Blut an oder ich guck mir die gesamte Darmflora eines Patienten an, guckt welche Mutation hat der Tumor?
00:39:51: Und dann trage ich das alles in eine Datenbank ein.
00:39:54: zusätzlich wurde er geheilt, hat das Medikament gewirkt Und dann macht man Machine Learning.
00:39:59: Und nachher sagt mir dann dieser Algorithmus, der Faktor sagt ... Du musst es so behandeln, diese Faktore sagt also ich bekomme nachher dann Proteine.
00:40:09: Es ist mir vollkommen egal eigentlich wie sie heißen was die machen.
00:40:12: aber Ich weiß wenn dieses Protein erhöht ist und dieses Proteinen erhöht zusammen mit diesem Biomarker Dann muss ich den Patienten so behandlen.
00:40:20: Also das ist eigentlich so ein Unvoreingenommenes Lernen, was jetzt erst möglich ist dank dieser KI.
00:40:26: Weil das sind ja Datenmengen die kann kein Mensch auswerden.
00:40:29: also kein Mensch kann diese.
00:40:31: wenn ich ein Tumor sequenziere und ich finde da irgendwie hundert genetische Veränderungen dann finde ich hundert irgendwelche Marker im Blut die verändert sind.
00:40:38: Das sind einfach Datenmängen.
00:40:40: Die können keinen Menschen handeln.
00:40:42: Also da kann keiner mit umgehen.
00:40:43: Und Krebs ist ja sowieso schon die komplizierteste Krankheit die wir kennen.
00:40:47: Es gibt keine Krankheit, die so kompliziert zu beeinflussen ist und auch durch so viele unterschiedliche Dinge beeinflusst würden.
00:40:54: Erste Mal in der Geschichte jetzt auch die Möglichkeit, dass wir diese Tumor-Zellen nicht nur gezielter angreifen und dadurch die Nebenwirkung eliminieren.
00:41:05: Weil wir ja nur den Tuma angreiften und nicht alle anderen gesunden Zellen sowie das viele Chemotherapeutiker machen.
00:41:12: Und gleichzeitig wirken die Therapien auch besser weil sie den Tumo genau an seiner Achillesferse treffen also genau an den Punkten wo er angreifbar ist.
00:41:23: Es ist ja
00:41:23: auch so, dass wenn ein Organ entartet heißt es noch lange nicht das jeder Patient dasselbe Muster auf der Zelle und in der Zälle hat.
00:41:30: Das heisst genau... Auch wenn jetzt was weiß?
00:41:32: ich gibt einem Beispiel einen... Zehn
00:41:33: Darmkriebspatienten haben nicht alle also beim einen wirkt dieses eine Medikament bei den anderen nicht.
00:41:39: man hat es lange einfach hingenommen dass ein Medikamente einfach nur bei einem gewissen Prozenter zwirkt und heute weiß man dass man eigentlich vorher gucken kann, welcher Patient, welches Medikament braucht.
00:41:50: Dadurch spart man Zeit, wirkungslose Therapien und rettet Leben.
00:41:54: Und
00:41:54: das ist die personalisierte Medizin?
00:41:56: Das ist dein Steckenpferd!
00:41:57: Das
00:41:57: ist die Personalisierte-Medizin und da geht es im Moment darum dass man die viel früher anwendet also in diesen Zentren für personalisierte Medizin.
00:42:06: Es ist im moment so, dass Patienten austherapiert sind oder für dies keine anderen Heilungsansätze mehr gibt.
00:42:14: Die können dann in so einem molekularen Tumor-Bord noch einmal beraten werden, das können genetische Analysen gemacht werden und wenn es dann ein Medikament gibt – und wir haben ja in Deutschland diesen Riesenvorteil dass man Medikamente off label verschreiben darf.
00:42:27: also wenn es einen Medikament gibt egal wofürs normalerweise zugelassen ist darf der Patient damit behandelt werden.
00:42:33: Und dann gibt es diese Behandlungsempfehlungen und die Krankenkassen bewilligen, in den allermeisten Fällen werden sie bewilligt.
00:42:40: Da sieht man dass diese Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren einen starken Überlebensvorteil haben wenn sie diese personalisierte Therapie bekommen.
00:42:49: Das ist deshalb so faszinierend, weil das ja oft Humore sind die schon so viele Mutationen haben und dann auch durch viele Therapien gelaufen sind.
00:42:57: Und wie groß wäre der Effekt wenn wir das viel früher machen würden?
00:43:01: Und das ist im Moment das Ziel dass man schon bei der Erstdiagnose eigentlich diese Untersuchung macht um die Behandlung zu verbessern.
00:43:09: Das Problem dabei ist dass dieses personalisierte behandeln am Anfang aufwendig und teuer ist, weil ich weiß ja noch nicht, wonach ich gucken muss.
00:43:19: Ich muss erst mal alles messen und alles screenen um dieses Maschinen-Learning zu machen was mir nachher ganz einfach sagt wie es behandeln muss.
00:43:26: aber das ist eine Trainingsphase und diese Trainings Phase ist teuer und dass ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
00:43:32: das ist auch nichts was jetzt irgendwie die Krankenkasse bezahlt und oft die Beitragszahler abwälzen kann sondern das ist wirklich eine politische Ebene.
00:43:40: das ist ein Investment was wir als Gesellschaft machen müssen.
00:43:44: Und wenn das dann klappt und wir das umgesetzt haben, dann haben wir aber den Vorteil dass wir weniger unheilbare Krebserkrankungen haben.
00:43:51: Weniger unwirksame Therapien.
00:43:54: im Idealfall ist natürlich die Idee das schon auf der Präventionsebene zu machen.
00:43:59: Wir müssen einfach weg von diesem Reparatursystem zu einem System was die Gesundheit schützt unterhält.
00:44:07: Das mag uns anfangs vielleicht teuer erscheinen, ist aber eigentlich günstiger.
00:44:11: Wir müssen noch ein bisschen durchhalten dann wahrscheinlich steht das allen zur Verfügung.
00:44:15: Das geht ja wahnsinnig schnell.
00:44:16: diese Entwicklung also
00:44:18: die Entwicklungen alle gesund bleiben immer schneller.
00:44:20: was müssen wir jetzt also tun abgeleitet von der Forschung um möglichst lange gesund zu bleiben?
00:44:24: Also was haben wir selber in der Hand?
00:44:25: gibt uns nochmal die wichtigsten Tipps
00:44:27: Die ganz groben Regeln die die WHO auch angibt um die Hälfte der Krebsfälle zu senken?
00:44:32: das sind wirklich diese ganz einfachen Punkte Normale Gewicht Sport Nicht rauchen und nicht trinken, Sonnenschutz-Vorsorgeuntersuchungen.
00:44:43: Impfungen gegen HPV und Hepatitis.
00:44:47: Diese großen Faktoren...
00:44:48: Und keine Wurstessen hochverarbeitete
00:44:50: Fleisch.
00:44:51: Das ist ein ständiger Erdent.
00:44:52: Genau.
00:44:53: Also diese Sachen sind die großen Punkte.
00:44:56: Und alles andere, was man so weiß.
00:44:59: Fasten, Stressmanagement das ist eigentlich dann das Feintuning.
00:45:03: aber allein diese großen Posten die machen schon einen sehr großen Unterschied.
00:45:07: und jetzt Leute zuhören die Angst haben vor Krebs, Hypochonda sind es so wie ich also schon mal der erste Tipp ist wahrscheinlich geht zur Vorsorge.
00:45:14: Ich finde es tatsächlich auch, dass es einem die Angst nimmt.
00:45:17: Wenn man weiß, dass der Prozess sowieso in einem abläuft und das nimmt einem auch die Angst... Also wenn man weiss, dass diese Mutation sowieso die ganze Zeit passieren und mein Körper so starke Schutzmechanismen hat dann kann es einem ja auch irgendwie die Angst nehmen.
00:45:28: Dass man denkt ich habe jetzt irgendwie ein angebranntes Toastpot gestern gegessen, dass man auch weiß okay davon kriege ich jetzt einfach nicht den Krebs Das ist nicht das was es ausmacht.
00:45:38: aber ich sollte's eben nicht dauerhaft und jeden Tag machen.
00:45:41: Man sieht glaube ich das Ganze so'n bisschen Auf der gesamten Zeitschale dieses langen Prozesses, das kann einem doch auch irgendwie die Angst nehmen.
00:45:50: Dass man jetzt nicht denkt heute habe ich irgendwas gemacht und jetzt kriege ich Krebs.
00:45:54: Und vor allem wenn man dann solche Forscher erlebt wie dich, das macht total Hoffnung!
00:45:59: Wenn das so weitergeht... Dann sehe ich rosig für die Zukunft.
00:46:03: Vielen Dank, dass du das so toll alles erklärt hast und auch Angst nimmst in der Tat!
00:46:07: Also ich finde es richtig positiv jetzt wie man rausgeht aus einem eigentlich schweren Thema.
00:46:11: Vielen vielen dank für das schöne Gespräch.
00:46:13: Das war's für heute.
00:46:14: Die nächste Folge von.
00:46:15: Ist das noch gesund?
00:46:16: Er scheint in einem Monat.
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